Der 1. FC Kaiserslautern siegt im Testspiel gegen die zweite Garnitur des 18-fachen englischen Meisters mit 1:0. Den Siegtreffer vor 22 000 Zuschauern erzielt Neuzugang Ilian Micanski.
VON HORST KONZOK
Ein Test, der Hoffnung gibt: Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern gewann gestern gegen den zweiten Anzug des FC Liverpool verdientermaßen 1:0 (1:0). Das „goldene" Tor fabrizierte Ilian Micanski mit der Hacke. Fabelhaft!
„Ein guter Auftritt", lobte FCK-Chef Stefan Kuntz nach 90 unterhaltsamen Minuten, die deutlich machten, dass der FCK den Kader in der Breite recht gut aufgestellt zu haben scheint. „Wir sind sehr gut besetzt, es darf sich keiner ausruhen", unterstrich FCK-Trainer Marco Kurz den harten Konkurrenzkampf um die elf Plätze in der Startformation.
Die erste Chance vor 22.000 Zuschauern hatte der 18-malige englische Meister, doch Ngog verfehlte nach einem Ausrutscher des später sehr souveränen Rodnei das Tor Sippels. Der Lauterer Schlussmann, mit weiten Abschlägen auch aktiv in der Spieleröffnung, erschien nur einmal unsicher: In der 20. Minute griff die Nummer 1 der Roten Teufel an einem Eckball vorbei. Martin Kelly zog ab, aber der herausragende Offensivverteidiger Florian Dick, der mit Neuzugang Chadli Amri eine starke rechte Seite bildete, klärte per Kopf.
Der FCK, wie von Trainer Kurz angekündigt weiter mit dem 4-4-2-Erfolgs-System unterwegs, bewies sich mit taktischer Disziplin, agierte mutig, aber auch abgeklärt. Erkennbar, dass Alexander Bugera und Florian Dick mit langen Bällen kluge Seitenwechsel zu initiieren suchten. Stark als Abfangjäger: Jiri Bilek. Klug in der Ballverteilung: Christian Tiffert und Jan Moravek, der ihn ablöste.
Eine Waffe: die Schnelligkeit des aus Mainz gekommenen Chadli Amri. Nach 120 Sekunden verblüffte der neue Rote Teufel die „Reds", setzte Adam Nemec ein, dessen Schuss aber zur Ecke abgelenkt wurde. Kein Zufall, dass Sprinter Amri nach tollem Abschlag Sippels Wegbereiter der Pausenführung war. Schnellen Fußes eroberte Amri den Ball, bediente Ilian Micanski, der mit einem wunderbaren Hackentreffer Klasse und Schlitzohrigkeit demonstrierte (32.). „Ja, es ist gut gelaufen. Ein gutes Spiel von uns und von mir", befand Amri, der auch als zweite Spitze eindrucksvoll aufspielte.
„Ein sehr ordentliches Spiel vor toller Kulisse gegen einen sehr guten Gegner", lobte Trainer Kurz und gab seinem Team zwei Tage trainingsfrei.
1. FC Kaiserslautern: Sippel - Dick (85. Hornig), Amedick, Rodnei (46. Abel), Bugera (79. Stulin) - Amri (74. Fuchs), Bilek (66. Schulz), Tiffert (59. Moravek), Ilicevic (59. Rivic) - Nemec (59. Kirch), Micanski (46. Hoffer)
FC Liverpool: Cavalieri - Kelly (68. Ince), Kyrgiakos (76. Palsson), Ayala, Darby - Amoo, Spearing (76. Irwin), Leiva (71. Shelvey), Jovanovic (46. Degen) - Eccleston (80. Robinson), Ngog (71. Dalla Valle)
Tor: 1:0 Micanski (32.) - Beste Spieler: Dick, Amri, Bugera - Leiva, Ayala, Spearing - Zuschauer: 22.000 - Schiedsrichter: Alt (Illingen).
Quelle: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau